Hat das mal gelebt?

2018

 

HAT DAS MAL GELEBT?

Essen als Obsession 
mit 30 Rezepten

 

Eine gezeichnete Biografie aus der Magenperspektive

 

Ernährungsthemen  bewegen sich immer zwischen dem Intimen und dem Öffentlichen, dem Individuellen und dem Kollektiven. „Hat das mal gelebt“ verbindet diese Ebenen zeichnerisch und erzählerisch.
In einer genreübergreifenden Mischung aus Graphic Novel, Lebenserinnerung und Kochbuch behandelt das Buch Essen in einer seinen vielen Funktionen: als Erinnerungsträger. 

Durch seine sinnliche Komponente erzeugt Essen Erinnerungen, die nicht nur kognitiver, sondern auch emotionaler und körperlicher Art sind.
Ähnlich wie beim Hören von bestimmten Musikstücken, ist Essen eine Möglichkeit, Erinnerungen zurückzuholen, sich in eine andere Zeit zu versetzen.
Auch Länder und Kulturen definieren sich über bestimmte Küchen: Essen trägt dabei zur Etablierung von nationalen Identitäten bei. 
Ein gutes Beispiel dafür stammt von dem Anthropologen Richard Wilk: In seiner Untersuchung zeigt er, wie die Konstruktion der Nation Belize, nach der Erlangung der Unabhängigkeit von Großbritannien, mit der Wiederentdeckung einer lokalen Küche Hand in Hand ging. 
Auch bei MigrantInnen und Vertriebenen kann das kulturspezifische Einkaufen, Zubereiten und Einnehmen von Gerichten Erfahrungen und Emotionen einer Zeit hervorrufen, in denen die Identitäten dieser Menschen noch nicht zerrissen waren und damit ein Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit schaffen.
Somit beschreibt sich jeder einzelne über das, was er wann, wie und auf welche Art isst.
Wie sähe meine Biografie aus, wenn ich sie über die persönliche Geschichte des Essens, die der Ernährungsvorlieben, erzählen würde? „Hat das mal gelebt?“ stellt sich genau dieser Frage. 
„Hat das mal gelebt?“ ist eine Biografie aus der Magenperspektive. Sie beginnt in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts und reicht bis in die heutige Zeit. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Natalia Weiss